IHLE Autoskooter-Chaisen
ES-PH 1971 - Modell PHANTOM
1971
brachte die Firma Ihle-Fahrzeugbau
(Bruchsal) das Modell ES-PH 1971 -
besser bekannt unter dem Namen "Phantom"
- auf den Markt.
Aufgrund ihres ungewöhnlichen
Designs spaltete sie die Autoskooter-Fans
in zwei Lager.
Manche konnten sich mit dieser extravaganten
Formgebung überhaupt nicht anfreunden,
andere liebten sie gerade wegen ihres
ungewöhnlichen Aussehens, das
ein wenig an die Requisiten aus dem
Film 20.000
Meilen unter dem Meer erinnert.
So wurde die ES-PH 1971 auch nur in
relativ kleiner Stückzahl gefertigt.
Die begrenzte Auflage macht sie heute
zu einer begehrten Rarität bei
Sammlern und Autoskooterfans.
Einer, der sich nicht beirren ließ
und einen ganzen Satz (20 Stück)
Phantom Chaisen aus Bruchsal orderte,
war der Schausteller Artur Eul aus
Duisburg.
Sein 2 Säulen-Mack-Automatik-Skooter,
Baujahr 1970, reiste bis 1989 mit
den Ihle-Phantom-Chaisen auf seiner
Anlage.
Der Verbleib der ES-PH-1971 Chaisen
ist unbekannt, der Skooter selbst
ist seit 1989 im Besitz der Schaustellerfamilie
Rosskopf-Klinkerfuss aus Bad-Kreuznach.
Hier sind heute immer noch liebevoll
restaurierte Ihle Autoskooter-Chaisen
im Einsatz.
Das ungewöhnliche
Design der "Phantom" wird
durch die fünf chromumrandeten
Frontscheinwerfer (Marke Hella) nochmals
verstärkt. Vier Scheinwerfer
leuchten in Fahrtrichtung, der fünfte
strahlt nach oben ab, was ein einzigartiges
Lichtspiel erzeugt. Der mittig angebrachte
nach oben abstrahlende Scheinwerfer
wurde sogar noch mit einem Chromgitter
verziert. Oberhalb der Frontpartie
sorgt der geschwungene Chromhaltegriff
für einen stimmigen Abschluß
der Front.
Das Heck ist mit roten
runden Rückleuchten sowie in
der Mitte zusätzlich mit einer
weißen Rückleuchte bestückt.
So sorgen insgesamt drei Rückleuchten
für ausreichend Licht.
Ein weiteres optisches Highlight der
Rückfront sind die zwölf
bunten (gelb, blau und rot) geriffelten
Metallscheiben, die in jeweils einem
Chromrahmen am Heck verbaut wurden.
Die geschwungenen Formgebung,
die vielen Scheinwerfer und die zahlreichen
Chromteile machen das Modell "Phantom"
zu einer bis heute weltweit einzigartigen
Autoskooter Chaise.
Der Ganzstahlrahmen (Chassis),
der von der Luft-Gummiumrandung eingefasst
wird, ist auch bei diesem Modell extrem
stabil ausgelegt. Ein Verziehen oder
gar eine Deformierung des Chassis
ist somit unmöglich. Das ist
die sprichwörtliche Qualität,
die seit jeher den Gebrüder-Ihle-Fahrzeugbau
auszeichnet.
Der Elektromotor, der
bis zu 200 Umdrehungen in der Minute
erreicht, wird bei einer Normalfahrt
mit einer Stromstärke von 9-11
Ampere, 75-110 Volt und einer Leistung
von 0.75 KW betrieben. Die Ihle-Elektro-Motoren
gelten als besonders langlebig und
robust verarbeitet und sorgen für
Fahrspaß bei geringen Betriebskosten.
Die Ihle Phantom Chaise
hat die Abmessungen von 1900mm x 1200mm
x 800mm einschließlich Lenkrad.
Das Gewicht beträgt fast 200
Kg.
Die Sitzbank einschließlich
der Rückenlehne und der Kniebereich
wurden mit Schaumstoff weich ausgepolstert.
Dadurch werden selbst harte Zusammenstöße
weich abgefedert und der Fahrgast
kann sich nicht verletzen.
Als Sonderaustattungen
zur Ihle "Phantom" Autoskooter-Chaise
aus dem Jahr 1971 waren erhältlich:
- Chipautomat
- Kunststoffräder
- Drahtrundbürste
(als Minuskontakt)
- Stromstange und Strombügel
- individuelle Farbgestaltung
Wolfgang Block (2009)
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